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Autor: Thomas Oelerich

„REICHWEITE FRIEDEN“ (von Jan Gildemeister, Bonn)

Das Motto der diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade erschließt sich nicht sofort, vielmehr mag es den einen oder die andere zunächst irritieren. Und das ist mit dem Motto auch beabsichtigt; es soll zum Nachdenken anregen. Es spielt mit den drei Worten Reich – Weite – Frieden und nutzt zudem einen Begriff, der aus den Natur- und empirischen Sozialwissenschaften bekannt ist: Reichweite. Was also verbirgt sich hinter dem Motto „Reichweite Frieden“?

Das Reich Gottes steht im Kontrast zu dem, was wir oftmals als Ergebnis des menschlichen Handelns erleben müssen. Und zugleich ist der Frieden Gottes trotz bewaffneter Gewalt, Ungerechtigkeit, Rassismus und Zerstörung der natürlichen Umwelt bereits Realität und weltweit zu finden und aufzuspüren – wie im Himmel, so auf Erden, im Kleinen wie im Großen. Und es braucht uns und alle anderen Menschen guten Willens, damit der Frieden an (Reich-)Weite gewinnt.

Die Reichweite von Raketen, (bewaffneten) Drohnen oder Gewehrkugeln lässt sich berechnen. Es lässt sich feststellen, wo Rüstungsgüter aus Deutschland weltweit zum Einsatz kommen und welchen tödlichen Schaden sie anrichten. Auch die offensichtlichen Wirkungen von Bundeswehreinsätzen oder die Ergebnisse „technischer“ Entwicklungszusammenarbeit wie der Bau von Brunnen oder Solaranlagen sind sichtbar – die unerwünschten Folgen allerdings bleiben uns oftmals verborgen.

Aber wie lässt sich die Reichweite von Frieden oder von Friedensarbeit generell ermitteln? Frieden wird durch und für Menschen gemacht: Durch Bildungs- und Versöhnungsarbeit, durch Aufklärung und Informationsvermittlung, durch Demonstrationen, Petitionen und gewaltfreie Aktionen, aber auch durch Gottesdienste und Friedensgebete wird versucht andere zu einem Engagement für den Frieden zu bewegen.

Frieden – Schalom – umfasst dabei auch die Bewahrung der Schöpfung. Wenn wir die natürliche Umwelt respektieren und ihr den Raum geben, den sie benötigt, schützt uns dies auch vor Pandemien. Die Reichweite des Schalom beinhaltet auch Gerechtigkeit. Wenn Menschen weltweit kostenlosen Zugang zu Sozial- und Gesundheitssystemen haben, lassen sich die katastrophalen Folgen von Pandemien weitaus einfacher begrenzen.

Die Wirkung einzelner Friedensaktivitäten und Projekte lässt sich über definierte Kriterien messen: Wie viele Personen nahmen an einer Veranstaltung teil oder unterzeichneten eine Petition? Die Wirkung internationaler Freiwilligendienste, die interkulturelles, globales Lernen und Völkerverständigung fördern wollen, wurde vielfach wissenschaftlich untersucht. Es wurden positive Wirkungen bei den einzelnen Freiwilligen, ihrem sozialen Umfeld, aber auch bei den als Träger, Partner oder Einsatzstellen involvierten Organisationen festgestellt. Die Evaluation des Programms Ziviler Friedensdienst, gestartet im Jahr 1999 und getragen von neun deutschen Friedens- und Entwicklungsorganisationen gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen, erwies 2012 den sichtbaren Nutzen dieses Instrumentes der zivilen Konfliktbearbeitung.

Durch Evaluierungen lässt sich aber die Reichweite des Friedensengagements nicht in Gänze erfassen. Wissenschaftler*innen untersuchen im Nachgang von Konflikten, was die Ursachen für „friedliche Revolutionen“ oder das Ende eines bewaffneten Konfliktes waren. Aufgrund der Komplexität und der dynamischen Entwicklungen dieser Ereignisse sind die Schlussfolgerungen aus den Forschungsergebnissen aber in vielen Fällen eher allgemeiner Natur. Eindeutige Ursachenzuordnungen sind in der Regel nicht möglich.

Nahezu unmöglich ist es herauszufinden, ob durch spezifische Aktivitäten von sozialen Bewegungen, Organisationen oder (staatlichen) Institutionen verhindert wurde, dass ein gesellschaftlicher oder zwischenstaatlicher Konflikt nicht in Gewalt mündete, sondern friedlich geschlichtet und konstruktiv bearbeitet wurde.

Die Vorbeugung vor Krieg, sozialer Ungerechtigkeit oder Umweltverschmutzung wäre immer die beste Lösung, aber es ist leider weiterhin sehr schwierig für präventive Friedensarbeit Fördermittel zu bekommen. Auch Spenden lassen sich besser für Katastrophenhilfe sammeln als für Aktivitäten, die Krieg, Hunger oder Sturmschäden verhindern helfen. Und die Finanzierung von Militär erscheint auch deshalb so attraktiv, weil sein Einsatz auf den ersten Blick schnelle Lösungen verspricht. Aber durch militärische Gewalt lässt sich, dies wiederum zeigen Untersuchungen, langfristig kein Frieden herstellen.

Friedensarbeit zielt darum zumeist auf die Prävention von Gewalt, auf die Förderung einer Kultur des Friedens und die Ermutigung zum Friedensengagement. So soll die Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit anregen, dass aus (negativen) historischen Erfahrungen Lehren und Konsequenzen für heute gezogen werden – durch Aktivitäten gegen Rassismus, Antisemitismus oder Aufrüstung. Und drei weitere Beispiele: Durch Traumaarbeit erfahren Menschen Heilung, können den Kreislauf der Gewalt verlassen und im besten Fall ihren Täter*innen(-gruppen) vergeben. Internationale Jugendbegegnungen beugen Vorurteilen vor. Qualifizierungskurse erschließen den Teilnehmenden die Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktbearbeitung und befähigen sie, diese Methoden in ihrer Arbeit anzuwenden.

Die Reichweite dieser und anderer vielfältiger Friedensaktivitäten lässt sich zumeist nur schwer ermitteln. Dennoch scheinen einige eher allgemeine Aussage möglich, die nachdenklich machen sollten: Christliches Friedensengagement hat dazu beigetragen, dass der Umbruch in der DDR friedlich erfolgte. Und die langjährige zivilgesellschaftliche Unterstützung und Zusammenarbeit gerade auch christlicher Initiativen ermutigte und stärkte diejenigen, die erfolgreich gegen die Apartheit in Südafrika kämpften oder die sich heute für einen gewaltfreien Wandel in Belarus einsetzen.

Der Frieden Gottes reicht weit und braucht unser menschliches Handeln, um seine Wirkung auf Erden zu entfalten. Das Motto „Reichweite Frieden“ der diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade ist daher Hoffnung und Auftrag zugleich.

Jan Gildemeister ist Vorsitzender des Ökumenischen FriedensDekade e. V. und Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) mit Sitz in Bonn

 

„REICHWEITE FRIEDEN“ (von Jan Gildemeister, Bonn)

Das Motto der diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade erschließt sich nicht sofort, vielmehr mag es den einen oder die andere zunächst irritieren. Und das ist mit dem Motto auch beabsichtigt; es soll zum Nachdenken anregen. Es spielt mit den drei Worten Reich – Weite – Frieden und nutzt zudem einen Begriff, der aus den Natur- und empirischen Sozialwissenschaften bekannt ist: Reichweite. Was also verbirgt sich hinter dem Motto „Reichweite Frieden“?

Das Reich Gottes steht im Kontrast zu dem, was wir oftmals als Ergebnis des menschlichen Handelns erleben müssen. Und zugleich ist der Frieden Gottes trotz bewaffneter Gewalt, Ungerechtigkeit, Rassismus und Zerstörung der natürlichen Umwelt bereits Realität und weltweit zu finden und aufzuspüren – wie im Himmel, so auf Erden, im Kleinen wie im Großen. Und es braucht uns und alle anderen Menschen guten Willens, damit der Frieden an (Reich-)Weite gewinnt.

Die Reichweite von Raketen, (bewaffneten) Drohnen oder Gewehrkugeln lässt sich berechnen. Es lässt sich feststellen, wo Rüstungsgüter aus Deutschland weltweit zum Einsatz kommen und welchen tödlichen Schaden sie anrichten. Auch die offensichtlichen Wirkungen von Bundeswehreinsätzen oder die Ergebnisse „technischer“ Entwicklungszusammenarbeit wie der Bau von Brunnen oder Solaranlagen sind sichtbar – die unerwünschten Folgen allerdings bleiben uns oftmals verborgen.

Aber wie lässt sich die Reichweite von Frieden oder von Friedensarbeit generell ermitteln? Frieden wird durch und für Menschen gemacht: Durch Bildungs- und Versöhnungsarbeit, durch Aufklärung und Informationsvermittlung, durch Demonstrationen, Petitionen und gewaltfreie Aktionen, aber auch durch Gottesdienste und Friedensgebete wird versucht andere zu einem Engagement für den Frieden zu bewegen.

Frieden – Schalom – umfasst dabei auch die Bewahrung der Schöpfung. Wenn wir die natürliche Umwelt respektieren und ihr den Raum geben, den sie benötigt, schützt uns dies auch vor Pandemien. Die Reichweite des Schalom beinhaltet auch Gerechtigkeit. Wenn Menschen weltweit kostenlosen Zugang zu Sozial- und Gesundheitssystemen haben, lassen sich die katastrophalen Folgen von Pandemien weitaus einfacher begrenzen.

Die Wirkung einzelner Friedensaktivitäten und Projekte lässt sich über definierte Kriterien messen: Wie viele Personen nahmen an einer Veranstaltung teil oder unterzeichneten eine Petition? Die Wirkung internationaler Freiwilligendienste, die interkulturelles, globales Lernen und Völkerverständigung fördern wollen, wurde vielfach wissenschaftlich untersucht. Es wurden positive Wirkungen bei den einzelnen Freiwilligen, ihrem sozialen Umfeld, aber auch bei den als Träger, Partner oder Einsatzstellen involvierten Organisationen festgestellt. Die Evaluation des Programms Ziviler Friedensdienst, gestartet im Jahr 1999 und getragen von neun deutschen Friedens- und Entwicklungsorganisationen gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen, erwies 2012 den sichtbaren Nutzen dieses Instrumentes der zivilen Konfliktbearbeitung.

Durch Evaluierungen lässt sich aber die Reichweite des Friedensengagements nicht in Gänze erfassen. Wissenschaftler*innen untersuchen im Nachgang von Konflikten, was die Ursachen für „friedliche Revolutionen“ oder das Ende eines bewaffneten Konfliktes waren. Aufgrund der Komplexität und der dynamischen Entwicklungen dieser Ereignisse sind die Schlussfolgerungen aus den Forschungsergebnissen aber in vielen Fällen eher allgemeiner Natur. Eindeutige Ursachenzuordnungen sind in der Regel nicht möglich.

Nahezu unmöglich ist es herauszufinden, ob durch spezifische Aktivitäten von sozialen Bewegungen, Organisationen oder (staatlichen) Institutionen verhindert wurde, dass ein gesellschaftlicher oder zwischenstaatlicher Konflikt nicht in Gewalt mündete, sondern friedlich geschlichtet und konstruktiv bearbeitet wurde.

Die Vorbeugung vor Krieg, sozialer Ungerechtigkeit oder Umweltverschmutzung wäre immer die beste Lösung, aber es ist leider weiterhin sehr schwierig für präventive Friedensarbeit Fördermittel zu bekommen. Auch Spenden lassen sich besser für Katastrophenhilfe sammeln als für Aktivitäten, die Krieg, Hunger oder Sturmschäden verhindern helfen. Und die Finanzierung von Militär erscheint auch deshalb so attraktiv, weil sein Einsatz auf den ersten Blick schnelle Lösungen verspricht. Aber durch militärische Gewalt lässt sich, dies wiederum zeigen Untersuchungen, langfristig kein Frieden herstellen.

Friedensarbeit zielt darum zumeist auf die Prävention von Gewalt, auf die Förderung einer Kultur des Friedens und die Ermutigung zum Friedensengagement. So soll die Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit anregen, dass aus (negativen) historischen Erfahrungen Lehren und Konsequenzen für heute gezogen werden – durch Aktivitäten gegen Rassismus, Antisemitismus oder Aufrüstung. Und drei weitere Beispiele: Durch Traumaarbeit erfahren Menschen Heilung, können den Kreislauf der Gewalt verlassen und im besten Fall ihren Täter*innen(-gruppen) vergeben. Internationale Jugendbegegnungen beugen Vorurteilen vor. Qualifizierungskurse erschließen den Teilnehmenden die Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktbearbeitung und befähigen sie, diese Methoden in ihrer Arbeit anzuwenden.

Die Reichweite dieser und anderer vielfältiger Friedensaktivitäten lässt sich zumeist nur schwer ermitteln. Dennoch scheinen einige eher allgemeine Aussage möglich, die nachdenklich machen sollten: Christliches Friedensengagement hat dazu beigetragen, dass der Umbruch in der DDR friedlich erfolgte. Und die langjährige zivilgesellschaftliche Unterstützung und Zusammenarbeit gerade auch christlicher Initiativen ermutigte und stärkte diejenigen, die erfolgreich gegen die Apartheit in Südafrika kämpften oder die sich heute für einen gewaltfreien Wandel in Belarus einsetzen.

Der Frieden Gottes reicht weit und braucht unser menschliches Handeln, um seine Wirkung auf Erden zu entfalten. Das Motto „Reichweite Frieden“ der diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade ist daher Hoffnung und Auftrag zugleich.

Jan Gildemeister ist Vorsitzender des Ökumenischen FriedensDekade e. V. und Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) mit Sitz in Bonn

 

Ausschreibung Plakatwettbewerb

Ökumenische FriedensDekade sucht grafisches Motiv für 2021

Bonn, 10. Dezember 2020. Das Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade hat einen Plakatwettbewerb für die Gestaltung des grafischen Motivs zum Motto 2021 ausgeschrieben. „Reichweite Frieden“ lautet das neue Motto, unter dem im kommenden Jahr vom 7. – 17. November die 41. Ökumenische  FriedensDekade begangen wird.

Wie in den Vorjahren ist der Wettbewerb mit insgesamt 1.750 € für die besten drei ausgewählten Motive dotiert. Bis zum 25. Januar 2021 können Entwürfe zur grafischen Gestaltung des Jahresmottos eingereicht werden. Am 8. Februar wird die Jury des Gesprächsforums der Ökumenischen FriedensDekade die Auswahl vornehmen. „Wir hoffen wieder auf vielfältige Beteiligung am Plakatwettbewerb und sind zuversichtlich, auch für das Jahr 2021 zahlreiche ansprechende Entwürfe zu erhalten“, sagt Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade e. V.

Grafiker*innen, Gestalter*innen und Agenturen ebenso wir Privatpersonen oder Schülerinnen und Schüler sind eingeladen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Rahmenvorgaben, die bei der Gestaltung der grafischen Entwürfe unbedingt zu berücksichtigen sind, sowie Hintergrundtexte zum ausgewählten Jahresmotto „Reichweite Frieden“ finden sich auf den Internetseiten der Ökumenischen FriedensDekade unter www.friedensdekade.de.

 

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Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.friedensdekade.de.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Jan Gildemeister (AGDF), 0228/24999-13, E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de
Thomas Oelerich, Tel. 0173/ 8158627 E-Mail: thomas.oelerich@friedensdekade.de

 

„Reichweite Frieden“ (Motto für 2021 festgelegt)

Bonn/Frankfurt, 3. Dezember 2020. Das Gesprächsforum der Ökumenischen FriedensDekade legte Anfang der Woche das Jahresmotto für das Jahr 2021 fest: „Reichweite Frieden“. Unter diesem Motto sollen im kommenden Jahr an den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag (7. – 17. November) Gottesdienste, Friedensgebete und Informationsveranstaltungen stehen, die im Rahmen der FriedensDekade durchgeführt werden. In der Regel finden in diesem Zeitraum bundesweit mehrere tausend Veranstaltungen statt, in denen die Friedensthematik in das Zentrum von Gebeten, Gottesdiensten und Bildungsveranstaltungen gestellt wird.

 Unter dem Motto „Reichweite Frieden“ wollen die Trägerorganisationen, darunter die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), den Fokus auf die Frage legen, welche gesellschaftlichen und politischen Veränderungen notwendig sind, wenn der biblische Friedensgedanke des Reiches Gottes auf Erden wirklich ernst genommen wird. Auch für die Kirchen soll reflektiert werden, welche Aufgabe ihnen zukommt, um dem biblischen Friedensauftrag gerecht zu werden. Ob in Fragen der Rüstungsexporte oder des Atomwaffenstandortes Deutschland, ob in der Ankündigung der Erhöhung des Militäretats durch die Bundesregierung und die Europäische Union oder ob des Einsatzes von autonomen Waffen: Die FriedensDekade will die Fragen nach einer alternativen Friedenspolitik in das Bewusstsein rücken und das vorherrschende Denken einer auf Gewalt ausgerichteten Sicherheitspolitik hinterfragen.

 „Aber auch die Reichweite von Frieden hinein in verschiedene gesellschaftliche Bereiche wie wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit weltweit, in die Herausforderungen im Klimaschutz bis hin zu der Fragestellung an uns alle, was Frieden für den Umgang miteinander in einer sich zunehmend polarisierenden Welt (weltweit wie bei uns in Deutschland) bedeutet, wollen wir unter dem Motto „Reichweite Frieden“ thematisieren“, erläutert Jan Gildemeister, Vorstandsvorsitzender des Ökumenischen FriedensDekade e.V. und Geschäftsführer der AGDF.  Marina Kiroudi,  orthodoxe Referentin der ACK in Deutschland und Geschäftsführerin des Gesprächsforums der Ökumenischen FriedensDekade, macht zudem für die FriedensDekade darauf aufmerksam, dass unter dem Motto „Reichweite Frieden“ auch die Frage aufgeworfen werden soll, wie interkulturelles und interreligiöses Zusammenleben langfristig in einer globalen Welt so gestaltet werden kann, dass alle in Frieden zusammenleben können. „Das Motto ‚Reichweite Frieden‘ wirft letztlich auch die Frage auf, in welcher Welt wir eigentlich leben wollen, wenn wir den biblischen Auftrag, Friedensstifter*innen zu sein, ernst nehmen“, so Marina Kiroudi.

Als biblische Bezugsquellen wurde Vers 10 aus Kapitel 6 des Matthäus-Evangeliums („Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.“) ausgewählt. Aus dem Alten Testament suchten die Verantwortlichen die Verse 1-9 aus Jesaja Kapitel 11 als begleitende Geschichte zum Jahresmotto aus.

Im Rahmen der Ausschreibung eines Plakatwettbewerbs wird die Ökumenische FriedensDekade bis Ende Januar 2021 ein zentrales grafisches Motiv auswählen, mit dem das Jahresmotto „Reichweite Frieden“ gestalterisch umgesetzt wird. Das grafische Motiv wird als Plakatmotiv genutzt und als zentrales grafisches Element auf allen Bildungs- und Aktionsmaterialien für das Jahr 2021 eingesetzt.

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Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.friedensdekade.de.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Jan Gildemeister (AGDF), 0228/24999-13, E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de
Thomas Oelerich, Tel. 0173/81 58 627 E-Mail: thomas.oelerich@friedensdekade.de

 

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