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8. November 2025

Frieden neu denken

Grußwort von Landesbischof Tobias Bilz zur EKD-Synode in Dresden und zum Start der Ökumenischen FriedensDekade

Was die Welt im Innersten zusammenhält

Mit einem biblischen Friedensgruß „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus“ begrüßte der sächsische Landesbischof Tobias Bilz die Mitglieder der EKD-Synode in Dresden. Seine Worte fallen in eine Zeit, in der in ganz Deutschland die Ökumenische FriedensDekade unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ beginnt. Sie laden dazu ein, inmitten der gesellschaftlichen Spannungen und Konflikte neu zu fragen, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Ein Gott des Friedens

Bilz betont, dass die Botschaft des Glaubens eindeutig bleibt. Gott ist ein Gott des Friedens, in dem Gerechtigkeit und Gnade wohnen. Diese Gewissheit sei Grundlage dafür, Machtverhältnisse zu hinterfragen und sich an die Seite der Leidenden zu stellen. In einer Welt, die nach schnellen Lösungen und klaren Parolen sucht, erinnert der Landesbischof daran, dass christliche Klarheit nicht Vereinfachung bedeutet, sondern Orientierung an Gottes Frieden.

Frieden vorbereiten statt Krieg rechtfertigen

Mit Blick auf die in Dresden vorgestellte neue Friedensdenkschrift der EKD erinnert Bilz an den zentralen Perspektivwechsel, den die Kirche schon 2007 formulierte: Nicht Krieg, sondern Frieden muss vorbereitet werden.Gerechter Friede, nicht gerechter Krieg, bleibe das Leitbild christlicher Friedensethik. Frieden wachse aus Gerechtigkeit, Freiheit, Selbstbestimmung und der Verantwortung für die Schöpfung.

Theologische Tiefe statt einfache Antworten

Zugleich warnt Bilz vor einer gedankenlosen Kriegsrhetorik und ruft dazu auf, theologische Tiefenschärfe in ethische Entscheidungen einzubringen. Die neue Denkschrift wolle keine einfachen Antworten geben, sondern dazu beitragen, dass Christinnen und Christen inmitten der Spannungen dieser Zeit vom Frieden reden und ihn leben.

Der zentrale Gottesdienst in Chemnitz

Damit greift der Landesbischof den Geist der FriedensDekade 2025 auf, die bundesweit Menschen, Gemeinden und Initiativen zusammenführt, um den Frieden im Gebet, im Wort und im Handeln neu zu wecken. Einen sichtbaren Höhepunkt bildet der zentrale Gottesdienst zur Ökumenischen FriedensDekade am 12. November 2025 in Chemnitz, zu dem Vertreterinnen und Vertreter vieler Konfessionen erwartet werden.

Frieden neu denken – Frieden wecken

So verbindet sich der synodale Ruf nach einem „Frieden neu denken“ mit dem geistlichen Anliegen der FriedensDekade. Es geht darum, den Frieden zu wecken – in uns, unter uns und für diese Welt.

👉 Zum vollständigen Grußwort von Landesbischof Tobias Bilz auf sonntag-sachsen.de

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