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13. November 2025

Zentraler Gottesdienst der FriedensDekade 2025: „Weg der Gewalt verspricht keine langfristigen Lösungen“

Zentraler Gottesdienst der FriedensDekade 2025 in Chemnitz ruft zur Beharrlichkeit im Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit.

Chemnitz, 12. November 2025.

Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ feierten Christinnen und Christen unterschiedlicher Kirchen am Mittwochabend in der Stadtkirche St. Jakobi in Chemnitz den bundesweiten zentralen Gottesdienst zur Ökumenischen FriedensDekade 2025.

In seiner Predigt erinnerte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Reverend Christopher Easthill, daran, dass Gewalt keinen nachhaltigen Frieden schaffen könne. Stattdessen brauche es Mut zur Sanftheit, Geduld und Vertrauen in die Kraft Gottes, die Liebe ist.

Frieden braucht keine Stärke, sondern Beharrlichkeit

Ausgehend vom biblischen Propheten Elia (1. Könige 19,1–13a) spannte Easthill den Bogen zur Gegenwart:

„Der Weg der Gewalt verspricht zwar kurzfristige Siege, aber keine langfristigen Lösungen – und führt meistens nur zu mehr Gewalt.“

Gott habe sich Elia nicht im Sturm oder im Feuer gezeigt, sondern „im stillen, sanften Sausen“.
Darin liege eine zentrale Botschaft für die Friedensarbeit heute: Gott wirkt nicht durch Macht, sondern durch leise Beharrlichkeit.

„Komm, lass uns den Frieden wecken – sanft, manchmal leise, immer beharrlich, und immer mit der Kraft Gottes, die Liebe ist“, sagte Easthill.

Kirchen rufen zum friedlichen Handeln auf

Die ACK machte in ihrer Feier deutlich, dass christliche Friedensethik nicht auf Verteidigung, sondern auf Vertrauen, Dialog und Gerechtigkeit gründet. In Zusammenarbeit mit der ACK Sachsen und dem Ökumenekreis Chemnitz gestalteten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Konfessionen den Gottesdienst, begleitet von Musik des Chors der Neuapostolischen Kirche und der Organistin Barbara Thiem.

„Harmonie der Menschlichkeit“ gewinnt Ökumenepreis 2025

Im Anschluss wurde der Jurypreis des Ökumenepreises 2025 verliehen.
Ausgezeichnet wurde das interreligiöse Projekt „Harmonie der Menschlichkeit“ des Vereins Brückenbauer Chemnitz e.V., das Menschen verschiedener religiöser Traditionen miteinander ins Gespräch bringt.

Initiator Adib Jaafari, syrischer Christ, sagte:

„Der gemeinsame Kontakt in die arabische Community ist der beste Weg für ein friedliches Zusammenleben. Wenn wir miteinander reden, vermeiden wir, dass wir gegeneinanderstehen.“

45 Jahre Ökumenische FriedensDekade. Ein Ruf, der bleibt

Seit 45 Jahren lädt die Ökumenische FriedensDekade Gemeinden, Kirchen und Initiativen dazu ein, den Frieden neu zu denken und aktiv zu wecken. Das diesjährige Motto „Komm den Frieden wecken“ ruft dazu auf, Frieden nicht als Zustand, sondern als bewusste Entscheidung und fortwährenden Prozess zu verstehen.

Die vollständige Predigt finden Sie hier.

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