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Autor: Lars Blume

Episode 4: Rückblick FriedensDekade 2024 – Sicherheitsstrategie neu denken. Gewalt stoppen und überwinden

In Baden wird diskutiert „Gewalt stoppen und überwinden“

Episode 4: Geschichten der FriedensDekade 2024 – Rückblick auf eine bewegende Zeit

Die Serie „Rückblick FriedensDekade 2024“ beleuchtet die Vielfalt und Lebendigkeit der Aktionen, die unter dem Motto „Erzähl mir vom Frieden“ stattfanden. Sie gibt Einblicke in die Highlights, zeigt inspirierende Projekte und lässt Stimmen zu Wort kommen, die Hoffnung und Mut vermitteln. Im ersten Teil der Serie stand die Friedensaktion des Evangelischen Domgymnasiums Brandenburg an der Havel im Fokus, in der zweiten Episode führte uns unser Rückblick nach Bad Düben und einer Gesprächsrunde über Zukunftsfragen und die dritte Episode waren wir beim Friedenslauf in Einbeck zu besuch. Heute geht es nach Baden zu Diskussion und Friedensgottesdienst.

 

Episode 4: Rückblick FriedensDekade 2024 – Sicherheitsstrategie neu denken. Gewalt stoppen und überwinden!

Vortrag und Diskussion: 

Ein zentrales Highlight der FriedensDekade 2024 in Baden war der Vortrag und die Diskussion mit Stefan Maaß, Friedensbeauftragter der Evangelischen Landeskirche Baden, unter dem Titel: „Sicherheits-Strategie neu denken. Gewalt stoppen und überwinden!“.

In Zeiten globaler Krisen, in denen militärische Aufrüstung und sicherheitspolitische Debatten von Kriegsrhetorik geprägt sind, stellte Maaß die Frage, wie Sicherheit neu gedacht werden kann. Welche friedlichen Alternativen gibt es, um Konflikte zu lösen? Welche Rolle spielen zivilgesellschaftliche Friedensinitiativen? Der Vortrag war ein Appell an die Zuhörer*innen, sich aktiv in die Debatte, um gewaltfreie Konfliktlösung einzubringen.

Die Diskussion im Anschluss zeigte, dass viele Menschen nach neuen Wegen suchen, Frieden aktiv zu gestalten. Es wurde betont, dass Kirchen und Gemeinden eine entscheidende Rolle in der Vermittlung von Friedensethik und gewaltfreier Konfliktbearbeitung spielen können. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Friedensgebet, das den Wunsch nach einer gerechten Welt ohne Gewalt ausdrückte.

Friedensgottesdienst in Saarlouis

Am 10. November 2024 fand in der Evangelischen Kirche Saarlouis ein besonderer Friedensgottesdienst statt. Das Gottesdienstteam hatte sich gemeinsam mit Konfirmand*innen intensiv mit dem Motto der FriedensDekade „Erzähl mir vom Frieden“ auseinandergesetzt.

Im Mittelpunkt standen „Gesichter des Friedens“ – persönliche Erlebnisse, aktuelle Beispiele und Visionen für ein gerechteres Miteinander. Diese Geschichten wurden von den Jugendlichen kreativ in Texten und szenischen Darstellungen umgesetzt. Musikalisch wurde der Gottesdienst von einer Jugendband begleitet, unterstützt von Joachim Fontaine.

Nach dem Gottesdienst lud die Gemeinde zum Kirchkaffee ein, um in Gesprächen weiter über die Frage nachzudenken: Wie können wir Frieden aktiv leben und weitergeben?

Wer von weiteren inspirierenden Aktionen berichten möchte, ist eingeladen, diese an kontakt@friedensdekade.de zu senden.

Ausblick auf die FriedensDekade 2025: „Komm den Frieden wecken“

Die Planungen für die FriedensDekade 2025 laufen bereits. Das neue Motto „Komm den Frieden wecken“ wurde im Februar in einer Schreibwerkstatt gemeinsam mit Interessierten kreativ beleuchtet und auch das Motiv 2025 für das Jahr 2025 wurde im Gesprächsforum festgelegt.

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Jahresmotiv FriedensDekade 2025 „Komm den Frieden wecken“ veröffentlicht

Bonn, 07.02.2025 – Der Gewinner des diesjährigen Plakatwettbewerbs der Ökumenischen FriedensDekade steht fest. Die Jury hat sich für den Entwurf von Sebastian Schmidt aus Obertshausen entschieden. Sein Design, das eine Taube darstellt, die aus einem Megafon fliegt, umgeben von buntem Konfetti, symbolisiert auf kraftvolle Weise das Motto „Komm den Frieden wecken“.

„Mit diesem Motiv möchten wir einen Moment der Hoffnung und Veränderung darstellen“, so Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade e. V. „Es geht darum, die Lebensfreude und die Möglichkeit eines anderen Blickwinkels auf die Welt zu feiern. Inmitten aller Herausforderungen können wir immer wieder die Kraft des Friedens und der Zuversicht neu entdecken.“

Der 2. Platz geht an Christoph Fuchs aus Fellbach und auf dem 3. Platz findet sich das Motiv von Michaela Feld aus Herzberg ein. Neben dem Druck als Plakat wird sich der Gewinnerentwurf aus Obertshausen auf allen diesjährigen Arbeits- und Aktionsmaterialien der Ökumenischen FriedensDekade wiederfinden. Die zweiten und drittplatzierten Entwürfe werden in einem Postkartenset zur diesjährigen FriedensDekade gedruckt und angeboten.

„Das Plakat der Ökumenischen FriedensDekade möchte trotz der Stimmung und einer spürbaren Macht- und Kraftlosigkeit ein Gegengewicht schaffen. Ein Bild, das herausfordert: Kann Frieden genauso laut sein wie die Schrecken dieser Welt? “, fragt sich Jens Haverland stellvertretender Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade e. V.

Unter dem Motto „Komm den Frieden wecken“ möchten die Trägerorganisationen der Ökumenischen FriedensDekade, darunter die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), dazu aufrufen, Frieden aktiv zu suchen und zu fördern. Das Motto erinnert daran, dass es 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Faschismus besonders wichtig ist, die Bedeutung von Frieden und Versöhnung nie aus den Augen zu verlieren und diese Werte aktiv zu leben.

Die biblischen Impulse zu Römer 13,11-12 „Die Stunde ist da“ und 1. Könige19,1-8 „Du hast einen weiten Weg vor dir“ unterstützen diese Botschaft, indem sie uns daran erinnern, in schwierigen Zeiten nicht aufzugeben und die Hoffnung zu bewahren

In diesem Jahr kamen die Einsendungen zum Plakatwettbewerb aus 10 verschiedenen deutschen Bundesländern sowie der Schweiz. Die Vielfalt der Einsendungen zeigt sich sowohl in der geografischen Verteilung als auch in der kreativen Auseinandersetzung mit dem Jahresmotto „Komm den Frieden wecken“.

Es gab Einsendungen aus großen Metropolen wie Berlin, Hamburg, Köln und Dortmund, aber auch aus kleineren, ländlicheren Regionen wie Herzberg, Gartz (Oder) und Fellbach. Die Künstlerinnen und Künstler nahmen das Motto „Komm den Frieden wecken“ auf unterschiedlichste Weise auf, reflektierten ihre lokalen und globalen Perspektiven und brachten die Vielfalt der Ideen und Ausdrucksformen in den Entwürfen zum Leben.  Die bunte Vielfalt der Motive und ihre Herkunft aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Kontexten spiegelt die Vielfalt des gesellschaftlichen Dialogs wider, der für den Friedensprozess notwendig ist.

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Das neue Jahresmotiv kann hier (www.friedensdekade.de) in druckfähiger Qualität heruntergeladen werden.
Oder Sie fordern eine druckfähige Vorlage  als jpg- oder pdf-Datei an unter: kontakt@friedensdekade.de.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Jan Gildemeister (AGDF), 0228/24 999 -13, E-Mail: jan.gildemeister@friedensdekade.de
Gewinnermotiv 2025
Platz 2 in 2025
Platz 3 in 2025

Episode 3: Rückblick FriedensDekade 2024 – Goetheschüler*innen setzen ein starkes Zeichen für den Frieden “

Der Friedenslauf und weitere Aktionen in Einbeck

Episode 3: Geschichten der FriedensDekade 2024 – Rückblick auf eine bewegende Zeit

Die Serie „Rückblick FriedensDekade 2024“ beleuchtet die Vielfalt und Lebendigkeit der Aktionen, die unter dem Motto „Erzähl mir vom Frieden“ stattfanden. Sie gibt Einblicke in die Highlights, zeigt inspirierende Projekte und lässt Stimmen zu Wort kommen, die Hoffnung und Mut vermitteln. Im ersten Teil der Serie stand die Friedensaktion des Evangelischen Domgymnasiums Brandenburg an der Havel im Fokus und in der zweiten Episode führte uns unser Rückblick nach Bad Düben wo Joachim Gauch sich mit Schülerinnen und Schülern in einer Gesprächsrunde über Zukunftsfragen austauschte. In dieser Episode geht es zum Friedenslauf in Einbeck.   Die Leipziger Volkszeitung (LVZ) berichtete dazu am 07.11.2024.

Die FriedensDekade 2024 in Einbeck war von einer beeindruckenden Vielfalt an Aktionen geprägt, die das Thema Frieden auf kreative und vielfältige Weise thematisierten. Ein besonderes Highlight war der Friedenslauf der Goetheschule Einbeck, an dem Schüler*innen mit viel Begeisterung und Engagement teilnahmen und bereits im letzten Jahr ein starkes Zeichen für den Frieden gesetzt hatten.

Der Friedenslauf

Der Friedenslauf, der am 19. November stattfand, wurde im Rahmen der FriedensDekade organisiert und verknüpfte sportliche Aktivität mit einem wohltätigen Zweck. Unter der Leitung von Sport- und Religionslehrer Markus Luster hatte das Organisationsteam bereits im September während der Projektwoche die Vorbereitungen getroffen. Alle Klassen und Kurse der Goetheschule wurden aufgerufen, sich zu beteiligen und Sponsoren zu suchen, die pro gelaufener Runde einen Betrag für „Brot für die Welt“ spendeten.

An diesem Tag liefen die Schüler*innen mit voller Hingabe Runde um Runde in der Sporthalle. Es ging nicht nur um Geschwindigkeit – auch eine Walking-Runde für den Frieden stand auf dem Programm, die jedem die Möglichkeit gab, einen Beitrag zu leisten, unabhängig von Tempo oder Fitnesslevel. Der Lauf zeigte eindrucksvoll, wie der Gedanke des Friedens und der Solidarität in der Schulgemeinschaft verankert ist.

Die Beteiligung war groß: Mehr als 30 Runden wurden in der vorgegebenen Zeit absolviert, und der ein oder andere Schüler sprintete sogar, um noch mehr Runden zu schaffen. Aber nicht nur die Läufer*innen selbst trugen zum Erfolg des Tages bei. Auch die Schüler*innen, die nicht aktiv mitliefen, unterstützten die Aktion auf vielfältige Weise. Während des Laufs gab es ein Friedensquiz, bei dem Teilnehmer*innen ihr Wissen rund um das Thema Frieden testen konnten, und ein Team aus Schüler*innen des 13. Jahrgangs verkaufte selbstgebackene Kuchen und Leckereien, um ebenfalls Spenden zu sammeln. Die gesamte Schulgemeinschaft zeigte großen Einsatz, und das Engagement der Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern für den guten Zweck war beeindruckend. Am 21. Mai findet in Berlin der 17. Berliner Friedenslauf findet statt. Auch 2025 werden beim Berliner Friedenslauf wieder tausende Berliner Schüler*innen an den Start gehen. Damit setzen sie ein starkes Zeichen für den Frieden und sammeln zugleich Spenden für die Friedensarbeit des forumZFD weltweit.

Einbeck zeigt sich zur Friedensdekade in beeindruckender Vielfalt

Der Friedenslauf war jedoch nur ein Teil der umfangreichen Aktivitäten in Einbeck im Rahmen der FriedensDekade 2024. Auch die katholische Gemeinde St. Joseph, die evangelisch-freikirchliche Gemeinde sowie die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden trugen mit einer Vielzahl von Veranstaltungen dazu bei, das Thema Frieden in der Region zu fördern. Zu den Veranstaltungen gehörten Friedensgottesdienste und Andachten, die in verschiedenen Kirchen und Gemeindezentren stattfanden. Diese Gottesdienste boten Raum für Besinnung und gemeinsames Nachdenken über die Bedeutung des Friedens in der heutigen Welt.

Darüber hinaus luden die Einbecker Lichtspielfreunde e.V. zu einem Filmnachmittag ein, der sich mit der Rolle von Kindern und Jugendlichen im Kontext der NS-Verfolgung auseinandersetzte und die Bedeutung des Friedens im historischen Kontext verdeutlichte. In der Stadtbibliothek gab es eine Vorlesestunde für Kinder, die sich mit dem Thema Frieden befasste, und das gemeinsame Friedensliedersingen auf dem Marktplatz, das bei Regen in der Marktkirche stattfand, rief die gesamte Gemeinde zu einem vereinten Zeichen des Friedens auf.

Am letzten Tag der FriedensDekade, dem Buß- und Bettag, fand der Abschlussgottesdienst in der Marktkirche statt, der mit Musik und Wortbeiträgen den Abschluss der Dekade würdigte und die Teilnehmer*innen dazu einlud, auch über das Jahr hinaus für den Frieden einzutreten.

Insgesamt zeigte die FriedensDekade 2024 in Einbeck eindrucksvoll, wie durch ein vielfältiges und engagiertes Programm der Gedanke des Friedens in der Region lebendig gehalten werden kann. Besonders der Friedenslauf der Goetheschule, der nicht nur das Thema Frieden mit einer sportlichen Aktivität verknüpfte, sondern auch zahlreiche Menschen in die Aktion einbezog, war ein starkes Zeichen für das Engagement der jungen Generation im Kampf für Frieden und Gerechtigkeit. Die Schüler*innen der Goetheschule haben mit ihrer Aktion gezeigt, wie aus kleinen Gesten große Wirkung entstehen kann.

Die ökumenische FriedensDekade wird seit 1992 von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und der Trägergruppe Ökumenische Dekade Frieden in Gerechtigkeit organisiert. Ein „Gesprächsforum“ dieser beiden Gruppen legt jährlich ein gemeinsames, biblisch orientiertes Thema sowie einen Plakatentwurf für die Veranstaltung fest.

Komm den Frieden wecken

Mit der Serie „Rückblick FriedensDekade 2024“ werden nicht nur Highlights vorgestellt, sondern auch neue Impulse für Aktionen und Veranstaltungsformate für 2025 gesetzt. Wer von weiteren inspirierenden Aktionen berichten möchte, ist eingeladen, diese an kontakt@friedensdekade.de zu senden.

Die Planungen für die FriedensDekade 2025 laufen bereits. Das neue Motto „Komm den Frieden wecken“ wird im Februar in einer Schreibwerkstatt gemeinsam mit Interessierten kreativ beleuchtet. Dort gibt es die Möglichkeit, Texte, Gebete und kreative Beiträge von Anfang an aktiv mitzugestalten. In der nächsten Woche wird dann auch das Motiv für 2025 gewählt.

Lassen Sie sich inspirieren von ihrem Engagement und erfahren Sie, wie auch Sie unterstützen können. Bleiben Sie dran für regelmäßige Updates auf unserem Instagram-Account, entdecken Sie spannende Materialien in unserem Shop und denken Sie daran: Jede Spende zählt!

Sichere Räume für Kinder schaffen: Ein Appell, den Frieden zu wecken (von Peter Herrfurth)

Ein Impulstext zum Jahresmotto der Ökumenischen FriedensDekade in 2025

Enleitung

Frieden ist kein Zustand, der von selbst entsteht – er braucht Menschen, die ihn leben und schützen. Das Motto der FriedensDekade 2025, Komm den Frieden wecken, ist ein Aufruf, hinzusehen und aktiv zu werden. Es fordert uns auf, den Blick auf diejenigen zu richten, die am meisten auf Frieden angewiesen sind: unsere Kinder.

Kinder sind unsere größte Hoffnung und gleichzeitig die Verwundbarsten unter uns. Frieden beginnt dort, wo Kinder geschützt aufwachsen, wo sie sicher spielen, lernen und träumen können. Doch für Millionen von Kindern weltweit ist diese Realität weit entfernt berichtet UNICEF in einer Pressemitteilung am 28.12.2024. Besonders Kinder sind auf Schutz angewiesen, denn sie tragen die Zukunft in sich.

Jens Haverland erinnerte uns im Dezember in seinem Impuls „Komm den Frieden wecken – ja, wo schläft er denn?“ daran, wie wichtig es ist, Frieden nicht als etwas Abstraktes zu sehen. Ganz im Gegenteil, konkret danach zu suchen, wo er „schläft“ und wie wir ihn wecken können. Peter Herrfurth baut darauf auf und macht deutlich, wie dringend Kinder auf unsere Verantwortung angewiesen sind. Sein Januar Impuls ruft uns dazu auf, uns nicht nur zu empören, sondern aktiv zu handeln, um Kindern weltweit Schutz und Frieden zu bieten.

„Sichere Räume für Kinder schaffen: Ein Appell, den Frieden zu wecken“ von Peter Herrfurth:

2024 war ein katastrophales Jahr für Kinder weltweit. Das meldet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. 473 Millionen Kinder leiden unter Krieg und Konflikten.

So viele wie nie zuvor seit Ende des 2. Weltkrieges.

473 Millionen Kinder. Das ist das Fünffache der Gesamtbevölkerung in unserem Land – beziehungsweise jedes 6. Kind weltweit.

Und schuld sind nicht die Kinder. Schuld sind daran ausschließlich Erwachsene. Erwachsene machen Kriege. Erwachsene befehligen Truppen. Erwachsene bombardieren und lenken Drohnen. Die meisten sind selbst Eltern oder Großeltern. Aber das scheint ihnen völlig egal zu sein. Es sind ja nicht die eigenen Kinder, die getötet werden oder verletzt sind; die flüchten, hungern, betteln oder jede Nacht schreiend hochschrecken.

Gebt die Welt in Kinderhände!“ hat Herbert Grönemeyer gesungen. Das war 1986. Da waren viele der heutigen Eltern selbst noch Kinder.

Das ist bald vierzig Jahre her, doch die Zahl der Kriege ist weiter gestiegen, der Anteil der durch kriegerische Konflikte betroffenen Kinder, hat sich seit damals mehr als verdoppelt und liegt heute bei 19%, Tendenz steigend. Familien werden zerrissen, Schulen zerstört, Kindereinrichtungen vernichtet.

Dabei brauchen Kinder sichere Orte. Nicht nur bei uns, wo Eltern ihre Kinder tracken oder sie mit Smartphones ausstatten, damit sie jederzeit wissen, wo ihre Kinder gerade stecken. Alle Kinder brauchen sichere Orte. Sie sind uns von Gott anvertraut, damit wir sie schützen und sie gut leben können. In Frieden.“

—– Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer in Magdeburg auf MDR Sachsen-Anhalt

 

Ein stiller Impuls – für unsere Kinder, für den Frieden:

Sichere Räume für Kinder sind keine Option – sie sind eine Notwendigkeit. Sie bieten Schutz, Geborgenheit und die Grundlage dafür, dass Kinder ihre Träume verwirklichen können.

Jedes Kind, das heute in einem Konfliktgebiet lebt, ist ein Kind, das Frieden verdient – ein Sohn oder eine Tochter, die mit der gleichen Liebe geboren wurde wie unsere eigenen Kinder. Niemand möchte sein Kind im Krieg sehen. Diese Tatsache sollte uns alle dazu bewegen, unser Handeln zu überdenken und unseren Teil dazu beizutragen, Kindern sichere Orte zu schaffen, an denen sie leben und aufblühen können. Komm gemeinsam wecken wir den Frieden für unsere Kinder – und gestalten damit eine bessere Zukunft für alle.

Mach mit – Werde aktiv für den Frieden vor Ort!

Der Weg zum Frieden beginnt auch mit uns selbst und in unseren Gemeinden und Gemeinschaften. Setzen Sie sich aktiv und dort für Frieden ein, wo Sie gerade sind:

Organisieren Sie Friedensaktionen: Ob Friedensgebete, Schulprojekte, Mahnwachen oder kreative Projekte – jeder Beitrag macht einen Unterschied und inspiriert andere, sich für den Frieden einzusetzen.

Nutzen Sie Materialien der FriedensDekade: Unsere Plakate, Postkarten und Arbeitshefte können Ihre Aktionen vor Ort unterstützen und zugleich die Botschaft des Friedens weiter verbreiten.

Engagieren Sie sich in Ihrer Gemeinde oder Nachbarschaft: Schaffen Sie Begegnungsräume, fördern Sie Dialog und zeigen Sie, dass Friedensarbeit Teil unseres Alltags ist.

Spenden Sie: Ihre finanzielle Unterstützung ermöglicht es uns, Projekte voranzutreiben, Materialien bereitzustellen und die Friedensbotschaft zu stärken.

Indem Sie aktiv werden, tragen Sie nicht nur direkt zu mehr Frieden bei, sondern unterstützen gleichzeitig die FriedensDekade und deren Arbeit, Menschen zusammenzubringen und eine Plattform für Hoffnung und Veränderung zu schaffen.

Teilen Sie Ihre Aktionen und Ideen auch mit uns! Verlinken Sie uns auf Instagram und lassen Sie uns gemeinsam zeigen, wie vielseitig Friedensarbeit gestaltet werden kann.

Episode 2: Geschichten der FriedensDekade 2024 – Joachim Gauck in Bad Düben – „Wie kann Frieden gemeinsam gelingen?“

„Wie kann Frieden gemeinsam gelingen?“ – Joachim Gauck in Bad Düben 

Episode 2: Geschichten der FriedensDekade 2024 – Rückblick auf eine bewegende Zeit

Die Serie „Rückblick FriedensDekade 2024“ beleuchtet die Vielfalt und Lebendigkeit der Aktionen, die unter dem Motto „Erzähl mir vom Frieden“ stattfanden. Sie gibt Einblicke in die Highlights, zeigt inspirierende Projekte und lässt Stimmen zu Wort kommen, die Hoffnung und Mut vermitteln. Im ersten Teil der Serie stand die Friedensaktion des Evangelischen Domgymnasiums Brandenburg an der Havel im Fokus. Nun geht es weiter mit einem besonderen Höhepunkt aus Bad Düben. Die Leipziger Volkszeitung (LVZ) berichtete dazu am 07.11.2024.

Inspiration durch Worte des Gelingens

Eine Einladung mit Erfolg: Simone Voigt aus dem Organisationsteam richtete ihre Worte an Joachim Gauck, inspiriert von seiner Aussage: „Wir müssen mal was vom Gelingen erzählen.“Sie beschrieb die aktive Kirchengemeinde und das lebendige Engagement der Schulen in Bad Düben. Gauck, der die Einladung ursprünglich ablehnen wollte, änderte seine Entscheidung nach reiflicher Überlegung – ein Moment, der zeigt, wie persönliche Worte bewegen können.

Junge Stimmen im Dialog
Am 18. November sprach der Bundespräsident a.D. mit Schülerinnen und Schülern des Evangelischen Schulzentrums und der Oberschule Bad Düben. Die jungen Teilnehmenden hatten sich intensiv mit Gaucks Biografie und den Herausforderungen der Friedensarbeit auseinandergesetzt. In der moderierten Gesprächsrunde, begleitet von Kai-Thorsten Buchele (TU Dresden), wurden Zukunftsfragen in den Mittelpunkt gerückt. Dabei zeigte sich, wie wichtig die Einbindung junger Menschen in den Dialog über Frieden ist.

Musikalische und kreative Vielfalt
Die FriedensDekade in Bad Düben startete bereits mit einem stimmungsvollen Abendsingen, bei dem Kurrende und Posaunenchor Hoffnung und Zuversicht musikalisch zum Ausdruck brachten. Ergänzt wurde das Programm durch Friedensgebete, einen Kinoabend und einen Friedensspaziergang. Die Abschlussandacht am 20. November brachte die Dekade zu einem würdigen Ende und bot Raum für Nachdenklichkeit und Gemeinschaft.

Komm den Frieden wecken
Mit der Serie „Rückblick FriedensDekade 2024“ werden nicht nur Highlights vorgestellt, sondern auch neue Impulse für Aktionen und Veranstaltungsformate für 2025 gesetzt. Wer von weiteren inspirierenden Aktionen berichten möchte, ist eingeladen, diese an kontakt@friedensdekade.de zu senden.

Die Planungen für die FriedensDekade 2025 laufen bereits. Das neue Motto „Komm den Frieden wecken“ wird im Februar in einer Schreibwerkstatt gemeinsam mit Interessierten kreativ beleuchtet. Dort gibt es die Möglichkeit, Texte, Gebete und kreative Beiträge von Anfang an aktiv mitzugestalten. In der nächsten Woche wird dann auch das Motiv für 2025 gewählt.

Im nächsten Teil unserer Serie nehmen wir Sie mit nach Einbeck, wo Schüler der Goetheschule mit ihrem Spendenlauf für ‚Brot für die Welt‘ ein starkes Zeichen für Solidarität setzen. Lassen Sie sich inspirieren von ihrem Engagement und erfahren Sie, wie auch Sie unterstützen können. Bleiben Sie dran für regelmäßige Updates auf unserem Instagram-Account, entdecken Sie spannende Materialien in unserem Shop und denken Sie daran: Jede Spende zählt!

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