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Das ist mein Land

Gedanken zur Wehrpflicht-Debatte: Wie wir Zukunft gemeinsam gestalten, statt junge Menschen zu instrumentalisieren

Von Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer in Magdeburg


Im März 2026 gehen Schülerinnen und Schüler erneut auf die Straße, gegen die Wehrpflicht, für ihre Zukunft. Nach dem ersten Schulstreik im Dezember 2025 hat der Bundestag die Wehrpflicht trotzdem beschlossen. Junge Menschen sollen für ihr Land einstehen, während ihre eigenen Bedürfnisse überhört werden. Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer in Magdeburg, fragt: Was für ein Land ist das eigentlich, für das wir junge Menschen einspannen wollen?


Post von der Bundeswehr

Oh, Post im Briefkasten! Ein Fragebogen von der Bundeswehr und der Aufruf zur Musterung. Nein, die Post ist nicht für mich, aber Tausende junger Menschen werden in diesem Jahr solche Post bekommen. Dagegen hatten Schüler und Schülerinnen im Dezember laut protestiert. Der Bundestag hat die Wehrpflicht trotzdem beschlossen. Die Abgeordneten selbst betrifft es nicht, aber für sie ist klar: Deutschland muss sich verteidigen.

Junge Menschen bleiben auf der Strecke

Beschlossen wurde auch die Preisanhebung des Deutschlandtickets. Gleichzeitig leben über zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Armut. Das bedeutet Benachteiligung ihrer Entwicklung, ihrer Bildungschancen und ihrer Freizeit.

Das Verbrenner-Aus wird wieder in Frage gestellt. Aber wer badet die Klimafolgen später aus!? Die Kinder und Jugendlichen von heute!

Also junge Menschen sollen für ihr Land einstehen und werden selbst so wenig beachtet mit ihren Bedürfnissen.

Die Bushaltestelle: Eine Geschichte vom Dazugehören

Ich denke an eine Bushaltestelle in meinem Dorf. Immer wieder wurde sie von Jugendlichen demoliert und verdreckt. Bis die Jugendlichen die Haltestelle selbst farbig mit Graffiti gestalteten durften. Jetzt war es ihre Haltestelle. Und sie passten gut auf, dass da kein Mist passiert.

Ein Land, das allen gehört

Unser Land kann wie diese Bushaltestelle sein. Ein Ort, wo ich mich gern aufhalte, geschützt werde, wo ich andere treffe. Ein Ort, für den ich eintrete.

Unter dem Dach ist Platz für Alte und Junge. Für Menschen in aller Vielfalt, mit ihren Sprachen, Religionen und Kulturen. Ein Ort, den wir miteinander gestalten und erhalten. Das macht richtig Arbeit. Aber so ist das mit der Zukunft. Wir müssen engagiert für sie eintreten. Gemeinsam und nicht gegeneinander. Ehe der Bus für uns alle abgefahren ist.

Beitrag für MDR-Sachsen-Anhalt: Angedacht


Couragiert widerständig – auch junge Stimmen

Der zweite Schulstreik gegen die Wehrpflicht zeigt: Junge Menschen nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand. Sie stellen unbequeme Fragen und fordern Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Leben grundlegend verändern werden. Das ist gelebte Demokratie – und ein Beispiel für das, was unser Motto „couragiert widerständig“ bedeutet.

Die Ökumenische FriedensDekade begleitet diese Debatte mit einem klaren Standpunkt: Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen ist ein Menschenrecht – in Friedens- wie in Kriegszeiten. Junge Menschen, die für sich einen anderen Weg sehen als den Militärdienst, verdienen Respekt, rechtlichen Schutz und zivile Alternativen.

Ob im Schulstreik, im Gemeindegespräch oder in der persönlichen Gewissensentscheidung: Wer sich für Frieden einsetzt, braucht Mut. Und Unterstützung.

Mehr Informationen zur Kriegsdienstverweigerung und Gewissensfreiheit finden Sie auf unserer Website.

Friedenskompass 2026 – couragiert widerständig

Der virtuelle Begleiter zum Friedenskompass 2026
11 Blickwinkel für couragiert widerständige Gemeinden

Der Friedenskompass 2026 begleitet durch ein Jahr, das Mut braucht. Dies ist der digitale Begleiter zum gedruckten Friedenskompass-Heft. Hier finden Sie vertiefende Materialien, weiterführende Gedanken und praktische Hinweise zu den 11 Blickwinkeln auf „couragiert widerständig“. Ideal funktioniert beides zusammen: das Heft mit den 22 liturgischen Impulsen für Ihre Friedensgebete vor Ort und diese Seite für die digitale Vertiefung.

Friedenskompass-Heft jetzt bestellen

11 Blickwinkel auf „couragiert widerständig“

Der Friedenskompass 2026 begleitet durch ein Jahr, das Mut braucht. Unter dem Motto „couragiert widerständig“ versammelt das Heft 22 liturgische Impulse nach dem 11+11 Prinzip (Courage & Widerstand), die ermutigen, Haltung zu zeigen – für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.

Auf dieser Seite finden Sie zu jedem der 11 Blickwinkel vertiefende Gedanken, Hintergründe und praktische Anregungen.

Für alle, die den Friedenskompass besitzen

Hier können Sie jeden Blickwinkel digital vertiefen: mit ergänzenden Materialien, Bildmediation aus der Ausstellung justice.peace.imagination und passenden Texten der Friedensdekade.

Die digitalen Seiten erweitern die liturgischen Impulse aus dem gedruckten Heft sinnvoll und bieten zusätzliche Vertiefung.

Für alle, die neu dazukommen

Auch ohne das gedruckte Heft laden die 11 Blickwinkel auf „couragiert widerständig“ dazu ein,

  • sich mit dem Jahresmotto auseinanderzusetzen
  • eigene Formen von couragiertem Widerstand zu entdecken
  • Friedensarbeit geistlich zu verankern
  • Anregungen für Gruppen, Schulen und Gemeinden mitzunehmen

Unser Tipp: Die Kombination aus gedrucktem Heft (mit 22 fertigen liturgischen Impulsen) und digitaler Vertiefung (mit Hintergründen zu den 11 Blickwinkeln) bietet Ihnen die beste Grundlage für Ihre Friedensarbeit durchs ganze Jahr.

Friedenskompass-Heft jetzt bestellen

Der Friedenskompass ist kein fertiges Programm. Er ist eine Orientierungshilfe für alle, die Frieden nicht nur bedenken, sondern gestalten wollen.

Ihre Unterstützung macht’s möglich

Diese digitalen Vertiefungen, das gedruckte Heft und all unsere Materialien sind nur dank Ihrer Spenden und Bestellungen möglich. Jede Unterstützung – ob groß oder klein – ermöglicht unsere Friedensarbeit. Herzlichen Dank, dass Sie dabei sind!

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Die 11 Blickwinkel im Überblick

Schritt 1 & 12: Haltung zeigen

Schritt 2 & 13: Kriegsdienstverweigerung

Schritt 3 & 14: Rüstungskritik

Schritt 4 & 15: Symbolik & Schöpfung

Schritt 5 & 16: Gerechtigkeit & Ressourcen

Schritt 6 & 17: Christlicher Friedensruf

Schritt 7 & 18: Theologische Stärke

Schritt 9 & 19: Dialog & Gemeinschaft

Schritt 10 & 20: Innere Stille

Schritt 11 & 21: Kriegsfolgen & Neubeginn

Der Friedenskompass 2026

Der Friedenskompass ist als Einzelheft im Shop der Ökumenischen FriedensDekade erhältlich.
Er bietet liturgische Bausteine, historische Impulse und geistliche Vertiefungen für das ganze Jahr.

Zum Friedenskompass im Shop

Sophie Scholl – „So ein herrlicher sonniger Tag“

Biographie einer Friedenspionierin

Zum Jahresmotto 2026 der ökumenischen FriedensDekade „couragiert widerständig“

„So ein herrlicher sonniger Tag, und ich muss gehen. Aber wie viele müssen heutzutage auf den Schlachtfeldern sterben… Was liegt an meinem Tod, wenn durch unser Handeln Tausende von Menschen aufgerüttelt und geweckt werden.“

Das waren Sophie Scholls letzte Worte, überliefert von einer Mitgefangenen. Wenige Stunden später, am 22. Februar 1943 gegen 17 Uhr, wurde sie im Gefängnis München-Stadelheim hingerichtet. Sie war 21 Jahre alt. Ihr Bruder Hans starb am selben Tag, mit 24 Jahren.

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In unserer Reihe „Frauen des Friedens“ zur ökumenischen FriedensDekade 2026 stellen wir Pionierinnen mutiger Widerständigkeit vor. Im Januar haben wir Bertha von Suttner porträtiert, die 1889 mit ihrem Roman „Die Waffen nieder!“ die organisierte Friedensbewegung begründete. Sophie Scholl steht in dieser Tradition, auf ihre eigene, radikale Weise. Sie kämpfte nicht mit Romanen, sondern mit Flugblättern. Nicht vor dem Krieg warnend, sondern mitten in ihm.

Vierzig Jahre später trugen junge Menschen in der DDR einen kleinen Stoffaufnäher auf ihren Jacken: „Schwerter zu Pflugscharen“. Ein Symbol des couragierten Widerstands in der DDR. Ihr Widerstand hatte eine andere Qualität als der der Weißen Rose, die Konsequenzen waren andere, das System ein anderes. Aber auch diese jungen Menschen bewiesen Mut. Sie riskierten ihre Bildungschancen, ihre berufliche Zukunft, manchmal ihre Freiheit. Sie stellten sich einem System entgegen, das Widerspruch nicht duldete. Was die Geschwister Scholl mit der jungen Friedensbewegung der 1980er Jahre verbindet, ist nicht die Schwere der Bedrohung, sondern eine innere Haltung: die Unfähigkeit zu schweigen, wenn das eigene Gewissen nach Gerechtigkeit ruft. Es ist dieser rote Faden des couragierten Widerstands, den wir heute weiterführen.

Das Jahresmotto der ökumenischen FriedensDekade 2026, „couragiert widerständig“, fragt nach genau dieser Haltung. Nach Menschen, die aufstehen, wenn andere sich ducken. Die ihr Gewissen über den Gehorsam stellen. Sophie Scholl zeigt uns, was das kostet und was es bewirken kann.

Spendenaufruf FriedensDekade 2026
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Eine Familie, die zum Nachdenken erzog

Sophie Magdalena Scholl wurde 1921 in Forchtenberg geboren, als viertes von sechs Kindern. Der Vater Robert war Bürgermeister, die Mutter Magdalena Diakonisse. Als die Nazis an die Macht kamen, ahnte der Vater, was kam. Die Kinder dachten zunächst anders und ließen sich begeistern. Doch was als Begeisterung begann, wurde zu Zweifeln.

Die Familie Scholl entwickelte etwas Seltenes im Nationalsozialismus: einen Raum des kritischen Denkens. Am Esstisch wurde diskutiert, gelesen, hinterfragt. Diese Familie wurde zur Kraftquelle des Widerstands durch Vertrauen, gemeinsames Denken, durch eine Atmosphäre, in der Gewissen mehr zählte als Gehorsam.

Flugblätter statt Waffen

1942 studierte Hans in München Medizin. Zusammen mit Kommilitonen sprach er über die Massenmorde an Juden, über Vernichtungskriege. Sophie kam im Mai nach München. Sie wurde schnell Teil des Kreises. Die Geschwister teilten die innere Überzeugung: Schweigen ist Mittäterschaft.

Im Juni 1942 erschien das erste Flugblatt der Weißen Rose. Es folgten fünf weitere. Sie wurden nachts in Briefkästen geworfen, mit der Post verschickt. Jedes Flugblatt ein Todesrisiko.

Glaube als Quelle des Mutes

Sophie und Hans Scholl waren zutiefst religiöse Menschen. Ihr Widerstand erwuchs aus ihrem Glauben. Aus der Überzeugung, dass Gott mehr gehorcht werden muss als Menschen, wenn Menschen das Böse befehlen. In den Flugblättern finden sich zahlreiche biblische Bezüge.

Sophie schrieb: „Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben.“ Das ist die paradoxe Kraft christlicher Widerständigkeit: sanftmütig im Umgang mit Menschen, kompromisslos gegenüber dem System.

Der 18. Februar 1943

An diesem Donnerstag gingen Sophie und Hans zur Universität München. Im Koffer trugen sie das sechste Flugblatt. Sophie wusste, was sie riskierte. Ihre Hände zitterten vielleicht, ihr Herz schlug schnell. Aber sie tat es trotzdem. Dann warf Sophie einen Stapel vom Lichthof in die Tiefe.

Der Hausmeister alarmierte die Gestapo. Am 22. Februar fand der Schauprozess statt. Das Urteil: Tod durch das Fallbeil. Noch am selben Tag wurde es vollstreckt. Die Eltern durften ihre Kinder noch einmal sehen. Hans‘ letzte Worte: „Es lebe die Freiheit!“

Was Sophie uns heute sagt

Gewissensfreiheit beginnt im Denken. Sophie dachte kritisch, hinterfragte Propaganda. Dann wählte sie ihr Gewissen, obwohl es ihr Leben kostete. In einer Zeit, in der Gehorsam gegenüber fragwürdigen Systemen wieder gefordert wird, braucht es Menschen, die sagen: Nein.

Familie und Gemeinschaft tragen. Sophie war nicht allein. Sie hatte Hans, Eltern, die zu ihr standen. Widerstand braucht Rückhalt.

Glaube verpflichtet zum Handeln. Sophies Widerstand war religiös motiviert. Sie konnte nicht schweigen, weil ihr Glaube es nicht zuließ.

Sophie Scholl konnte den Zweiten Weltkrieg nicht beenden. Aber sie konnte zeigen, dass es in Deutschland Menschen gab, die nicht mitmachten. Was würde Sophie heute tun? Sie würde nachdenken. Hinterfragen. Und dann handeln. Couragiert widerständig.

Couragiert widerständig, wie Sophie Scholl. Für eine Welt, in der Gewissen über Gehorsam geht.

Fragen zur Reflexion:

Sophie Scholl brach mit ihrer anfänglichen HJ-Begeisterung. Wann haben Sie zuletzt eine eigene Überzeugung hinterfragt?

Sophie wählte ihr Gewissen, obwohl es ihr Leben kostete. In welchen Situationen spüren Sie den Konflikt zwischen Gehorsam und Gewissen?

Sophie hatte Angst, aber sie handelte trotzdem. Was würde Ihnen helfen, trotz Angst das Richtige zu tun?


Gebet: Gott der Wahrheit, danke für Menschen wie Sophie Scholl, die ihr Leben gaben für das Gewissen. Gib uns Mut zu denken, Kraft zu handeln. Lass uns widerständig sein, wo Unrecht herrscht. Amen.


Zum Weiterlesen:

  • Inge Scholl: „Die Weiße Rose“ (1952)
  • Barbara Ellermeier: „Sophie Scholl. Porträt einer mutigen Frau“ (2020)
  • Gedenkstätte Weiße Rose, München

Gewissensbildung in der Praxis: Sophie Scholls Mut ist Vorbild für Generationen. Wie man dieses Thema heute Jugendlichen vermittelt, zeigt die Konfi-Einheit von Irmela Redhead auf Seite 17 aus dem Materialheft 2025. Sichern Sie sich diese praxisnahen Entwürfe im Materialheft 2025 zum Aktionspreis oder Bestellen Sie schon heute das Gesamtpaket im Abo für die Erstlieferung im Juni diesen Jahres.

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Friedenspolitische Einordnung | Teil 1: Wenn internationale Regeln zur Verhandlungsmasse werden

Warum Europa jetzt Alternativen zur Abhängigkeit von Großmächten braucht

Von Jan Gildemeister, Vorsitzender des Ökumenische FriedensDekade e.V. und Geschäftsführer der AGDF


Was bedeutet „couragiert widerständig“ im Jahr 2026? Jan Gildemeister zeigt es in seiner aktuellen Einordnung: Widerstand beginnt dort, wo wir nicht schweigen zu Völkerrechtsbrüchen – egal, von wem sie begangen werden. Und Mut bedeutet, Alternativen zu denken, wenn die Großmächte die Welt in Einflusszonen aufteilen wollen. Dieser Text erschien zuerst im Newsletter 295 von Februar 2026 der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und ordnet weltpolitische Entwicklungen aus friedenspolitischer Perspektive ein.


Die USA unter Präsident Donald Trump bestimmen im neuen Jahr wieder die außenpolitischen Schlagzeilen. Zuerst interveniert US-Militär in Venezuela und lässt den dortigen Präsidenten entführen, der nun vor ein US-Gericht gestellt wird. Beides ist klar völkerrechtswidrig, was die Bundesregierung aber nicht verlautbaren mag. Dann verkündet Trump, Grönland den USA einzuverleiben – durch Kauf, ansonsten mit Gewalt. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gab er sich, vermutlich aufgrund des Widerstandes aus Teilen der EU und NATO, „nur“ mit einem Deal zufrieden, der seinen Interessen weitgehend Rechnung trägt und bei dessen Aushandlung weder die dänische noch die grönländische Regierung einbezogen war. Ein Waffenstillstand und Vertrag zum Krieg in der Ukraine ist dafür für ihn gerade nicht so wichtig.

Europas Schweigen kostet Glaubwürdigkeit

Die Reaktionen auf diese alle internationalen Regeln, die Position der betroffenen Staaten und erst recht die Situation der Bevölkerung(en) weitgehend ignorierende US-Politik sind unterschiedlich. Die meisten EU- und europäischen NATO-Mitgliedsstaaten halten sich mit Kritik extrem zurück und lassen sich – wie auch die EU in Gänze – auf Vereinbarungen ein, die weitgehend den Interessen der US-Regierung entsprechen. Dazu gehören Importe von Gas und Rüstung aus den USA im Milliardenumfang oder die Zurücknahme von Regeln für die Praxis der sogenannten Tech-Giganten.

Dies liegt auch daran, dass die Abhängigkeit von den USA groß ist und es an einer Strategie fehlt, wie diese verringert werden kann.

Es gibt Alternativen

Vorschläge gibt es einige:

Kooperation auf Augenhöhe: Eine vertiefte Zusammenarbeit mit Staaten und internationalen Zusammenschlüssen, denen der Erhalt von internationalen Regeln und Institutionen wichtig ist und die kein Interesse daran haben, dass USA, China und Russland die Welt in Machtzonen aufteilen – auch im Handel oder in Rüstungsfragen.

Echte Unabhängigkeit: Eine zunehmende Unabhängigkeit von Importen von Gas, Öl, seltenen Rohstoffen durch den Ausbau regenerativer Energie und verstärktes Recycling sowie die Verabschiedung von der Illusion ewigen Wirtschaftswachstums.

Druck von unten ist nötig

Da es von Seiten der Bundesregierung keinerlei Interesse gibt, Alternativen zu denken und voranzutreiben, muss der Druck aus der Zivilgesellschaft kommen – weltweit. Dazu brauchen wir eine verständlich formulierte, überzeugende Vision, wie es anders gehen könnte, für die viele bereit sind, sich zu engagieren.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Aber wir sollten in unserem Bereich einen Beitrag dazu leisten.

Schalom


Werden Sie zur ausgleichenden Kraft

Die großen politischen Entwicklungen können überwältigend wirken. Doch Friedensarbeit beginnt auch vor Ort, in Ihrer Gemeinde, in Ihrem Umfeld, in Gesprächen mit Nachbar*innen. Werden Sie aktiv:

Planen Sie Veranstaltungen zur FriedensDekade vom 8. bis 18. November 2026 in Ihrer Gemeinde. Jedes Friedensgebet, jede Andacht, jeder Dialog ist ein Zeichen.

Bestellen Sie Materialien aus unserem Webshop, der Friedenskompass 2026 begleitet Sie liturgisch durchs ganze Jahr, das Gesamtpaket 2026 erscheint im Sommer.

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende. So ermöglichen Sie, dass wir weiterhin Impulse setzen, Materialien entwickeln und Friedensarbeit vernetzen können.

Wir brauchen (keine) großen Gesten, wir brauchen auch viele Menschen, die couragiert und widerständig vor Ort für den Frieden eintreten. Gemeinsam sind wir die ausgleichende Kraft.

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Friedensarbeit ermöglichen Zur Spendenseite
→ Friedensbrief erhalten. Zur Anmeldung

Serie „Friedenspolitische Einordnung“: In dieser monatlichen Reihe ordnet Jan Gildemeister, Vorsitzender des Ökumenische FriedensDekade e.V. und Geschäftsführer der AGDF, aktuelle weltpolitische Entwicklungen aus friedenspolitischer Perspektive ein. Der vollständige Text erscheint jeweils im monatlichen Newsletter der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) als Vorwort. Newsletter der AGDF abonnieren

Ihre Stimme zählt: Was die Umfrage zeigt und was wir daraus machen

Rückblick, Aufbruch und ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgedacht haben

Die Ergebnisse unserer großen Umfrage zum Ende der ökumenischen FriedensDekade 2025 liegen vor, und wir haben uns Zeit genommen, Ihre Rückmeldungen zu lesen. Nicht nur zu überfliegen, sondern zu verstehen: Was bewegt Sie? Was brauchen Sie für Ihre Friedensarbeit vor Ort? Und wo können wir besser werden? Heute möchten wir mit Ihnen teilen, was dabei herausgekommen ist und was wir bereits auf den Weg gebracht haben.

Das läuft gut

Ihr Feedback hat uns gutgetan. Es zeigt: Vieles von dem, was wir tun, kommt bei Ihnen an und hilft Ihnen in Ihrer Arbeit. Danke!

Die Website friedensdekade.de nutzen viele von Ihnen als erste Anlaufstelle, wenn es um Informationen, Materialien oder Termine geht. Schön zu hören, dass Sie sich dort gut zurechtfinden und schnell das finden, was Sie brauchen.

Der Friedensbrief (früher Newsletter) scheint den richtigen Ton zu treffen. Fast die Hälfte von Ihnen öffnet ihn regelmäßig. Für Newsletter-Verhältnisse ist das außergewöhnlich hoch und zeigt uns: Die Mischung aus Impulsen, Hintergründen und praktischen Hinweisen passt.

Materialheft, Gebetsleporello und „Schwerter zu Pflugscharen“ haben sich besonders bewährt. Diese Materialien sind aus Ihrer Arbeit vor Ort nicht mehr wegzudenken.

In den sozialen Medien, vor allem im November, konnten wir Menschen erreichen, die uns vorher nicht kannten. 60 Prozent der erreichten Personen waren noch keine Follower. Die Friedensbotschaft trägt weiter, als wir manchmal denken. Folgen Sie uns schon bei Instagram?

Was Sie sich wünschen

Natürlich haben Sie uns auch gesagt, wo wir nachlegen können. Das nehmen wir ernst, denn nur so können wir besser werden.

Jüngere Menschen erreichen
Mehr Material für Konfirmandenarbeit und Schulen, frischere Gottesdienst-Formate, die auch die erreichen, die sonst nicht kommen. Diese Wünsche haben uns mehrfach erreicht.

Praktische Hilfen für den Alltag
Konkrete Impulse für den Gemeindekaffee, Gesprächsleitfäden zu aktuellen gesellschaftlichen Themen, neue Werbemittel wie Rollups oder Mutmacherkarten, die im öffentlichen Raum Aufmerksamkeit schaffen.

Inhaltliche Tiefe
Gewaltfreier Widerstand, Zivilcourage, Schutz vor Ausgrenzung. Das Motto „couragiert widerständig“ soll richtig durchbuchstabiert werden, nicht nur als Schlagwort, sondern als Haltung.

Was wir bereits getan haben

Wir haben nicht nur zugehört, sondern auch angefangen. Alle Ihre Themen und Anregungen liegen bei unseren Arbeitskreisen auf dem Tisch und fließen direkt in die Materialerstellung für 2026 ein.

Der Friedensbrief ist da
Der Newsletter heißt jetzt Friedensbrief und kommt alle drei Wochen mit klarerem Fokus und mehr Tiefgang. Hier gehts zum Abo

Der FriedensKompass 2026
Sie haben sich mehr liturgische Inhalte fürs ganze Jahr gewünscht, nicht nur für die zehn Tage im November. Also haben wir 22 Einheiten für Friedensgebete entwickelt, die Sie durchs Jahr begleiten. Der FriedensKompass ist bereits verfügbar und bietet Ihnen den langen Atem, den Friedensarbeit braucht. Bestellen Sie den hier.

Serie „Frauen des Friedens“
Starke Biografien, die Mut machen und zum Nachdenken anregen, auch als ausführliche PDF-Version für Gruppen, Schulen und Gemeinden. Begonnen haben wir im Januar mit Bertha von Suttner und 11 weitere Frauen des Friedens werden folgen.

Serie „Friedenspolitische Einordnung“
Monatlich ordnet Jan Gildemeister, Vorsitzender des Ökumenische FriedensDekade e.V. und Geschäftsführer der AGDF, weltpolitische Ereignisse aus friedenspolitischer Perspektive ein. Von Völkerrechtsbrüchen über Aufrüstungsdebatten bis zu zivilgesellschaftlichen Alternativen.

Weitere Formate in Arbeit
Es kommt noch mehr. Wir bleiben dran. Veränderung braucht Zeit und nicht alles werden wir bereits zur Dekade 2026 erfolgreich umgesetzt haben. Seien Sie versichert, wir bleiben dran.

Machen Sie mit

Friedensarbeit funktioniert nur gemeinsam. Deshalb laden wir Sie ein, dabei zu sein.

Werden Sie aktiv
Sprechen Sie Ihre Gemeinde an, planen Sie etwas für die FriedensDekade vom 8. bis 18. November 2026. Jedes Friedensgebet, jede Andacht, jede kleine Aktion ist ein Zeichen.

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